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Blaskapelle Höhenkirchen-Siegertsbrunn e. V.
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17. April 2015

Festakt zur Verleihung des Bayerischen Musikpreises an die Blaskapelle

Im Rahmen eines Festakts im Cuvilliés-Theater der Münchner Residenz fand am Abend des 16. April die feierliche Verleihung des Bayerischen Staatspreises für Musik 2015 statt. Die Blaskapelle Höhenkirchen-Siegertsbrunn e. V. erhielt dabei einen der beiden Preise der Kategorie „Laienmusik“. Laudator Peter Winter MdL würdigte die Blaskapelle als „mustergültigen Verein“, der „zeitgemäße Strukturen“ entwickelt habe, „um sich dem gesellschaftlichen Wandel zu stellen“. Musiker der Blaskapelle umrahmten nicht nur den Festakt musikalisch, sondern auch den anschließenden Empfang.

Bereits Anfang Januar hatte die Blaskapelle erfahren, dass Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle ihr den Bayerischen Staatspreis für Musik 2015 in der Kategorie Laienmusizieren zuerkannt hatte. Die Freude über diese völlig überraschende Auszeichnung war sehr groß. Sehr gespannt sahen alle Musikerinnen und Musiker sowie die Verantwortlichen im Verein dem Festakt am 16. April 2015 entgegen.

Link zur Meldung vom 16. Januar 2015 über die Preisverleihung

Die Wochen vor 16. April waren von den Vorbereitungen für die Preisverleihung geprägt:  Am Mittwoch, 18. März, besuchte der vom Staatsministerium beauftragte Filmproduzent Johannes List eine Probe des Großen Blasorchesters, um für den Festakt ein Porträtfilm über die Blaskapelle zu produzieren. Am Montag, 30. März, fand ein Ortstermin im Cuvilliés-Theater statt. Erst danach war klar, mit welcher Besetzungsgröße die Blaskapelle antreten konnte und es wurde die Gästeliste erstellt.

Am Tag des Festaktes selbst startete das Programm für die Musiker bereits um 15.00 h mit ersten Aufbauten. Gegen 17.00 h folgte dann die Generalprobe. Der Festakt begann dann um 19.30 h vor geladenen Gästen. Leider musste Kultusminister Spaenle wegen eines bundespolitischen Termins kurzfristig absagen; ihn vertrat Staatssekretär Bernd Sibler.

Gespannte Erwartung im Cuvilliés-Theater

Gespannte Erwartung im Cuvilliés-Theater

Den Festakt, bei dem fünf Preise verliehen wurde, eröffnete das Puchheimer Jugendkammerorchester mit Charles Ives‘ „The unanswered Question“. Dazu traten dann – für das Publikum völlig überraschend – die auf den Rängen postierten Bläser der Blaskapelle: Tobias Krieger bühnenseitig links, eine Holzbläserquartett unter Leitung von Sonja Unglaub ihm gegenüber.

Die Holzbläser im Rang warten auf ihren Einsatz bei Charles Ives

Die Holzbläser im Rang warten auf ihren Einsatz bei Charles Ives

Die Ehrung der Blaskapelle erfolgte an vierter Stelle, nach der Auszeichnung des Chores des Bayerischen Rundfunks. Die Musiker der Kapelle – die zuvor vom zweiten Rang aus den Festakt verfolgten – hatten sich auf der Rückseite der Bühne bereit gemacht. Die Bühne war eine Drehbühne und so wurde der Chor nach hinten gedreht und die Blaskapelle rückte langsam nach vorne. Noch während der Drehung und im Halbdunkel begannen die Musiker unter Leitung von Konrad Sepp zu spielen – es erklang der Militärmarsch Nr. 1 von Franz Schubert.

Anschließend wurde der von Johannes List produzierte Kurzfilm über die Blaskapelle gezeigt. Eine Musikerin würdigte den Film: Er brächte „inhaltlich genau das auf den Punkt, was die Blaskapelle für mich ausmacht und das auch noch richtig ansehnlich!“

Die Laudatio auf die Blaskapelle hielt Peter Winter MdL, Präsident des Bayerischen Blasmusikverbands. Er stellte heraus, dass die Auszeichnung aus der Weiterentwicklung der bayerischen Blasmusikszene im letzten Jahrzehnt resultiere. Kleine Dorf- und Tanzkapellen seien stattlichen Blasorchestern, die als regionale Kulturträger fungierten, abgelöst worden. Sie ermöglichten zahlreichen Interessierten den Zugang zur Musik – durch Ausbildungsangebote und Konzerte. Gleichzeitig stünden sie vor der Herausforderung, zeitgemäße Strukturen zu entwickeln. Dies alles habe die Blaskapelle Höhenkirchen-Siegertsbrunn idealtypisch umgesetzt – mit vier Orchestern, elf Lehrern, einem breiten Musikangebot und zukunftsgerichteten Organisationsstrukturen, die mustergültig für eine moderne Vereinsarbeit sei. Besonders würdigte Winder die langjährige intensive Arbeit der Familie Sepp für die Blaskapelle.

Text der Laudatio (PDF-Datei)

Preisübergabe: Marieluise Kolb, Florian Sepp, Konrad Sepp, Peter Winter  (Foto: Steffen Leiprecht)

Preisübergabe: Marieluise Kolb, Florian Sepp, Konrad Sepp, Peter Winter (Foto: Steffen Leiprecht)

Urkunde und die Preisfigur nahmen 2. Vorstand Marieluise Kolb, 1. Vorstand Florian Sepp und Dirigent Konrad Sepp entgegen. Die Blaskapelle verabschiedete sich dann mit dem Medley „Golden Swing Time“ vom Publikum.

Konrad Sepp, Stv. Landrat Otto Bußjäger, Staatssekretär Bernd Sibler, 2. Bgm. Mindy Konwitschny, Florian Sepp

Konrad Sepp, Stv. Landrat Otto Bußjäger, Staatssekretär Bernd Sibler, 2. Bgm. Mindy Konwitschny, Florian Sepp

Auf den rund zweistündigen Festakt folgte ein Festempfang im Comite-Hof der Residenz, umrahmt von einer kleinen Besetzung der Blaskapelle. Über das fröhliche Musizieren der jungen Bläsergruppe, über tanzende Paare und den schallenden Gesang von Musikstudenten freuten sich viele der honorigen Gäste. Sie sangen aus voller Kehle mit, als die Musiker gegen Mitternacht spontan die Bayernhymne erklingen ließen.

Beim Musizieren im Comite-Hof

Beim Musizieren im Comite-Hof

Was bleibt ist der Stolz auf eine so hohe Auszeichnung und die Erinnerung an einen gelungenen und wunderschönen Abend. Allen Beteiligten wird der Tag ein unvergessliches Erlebnis bleiben.

Empfang im Comite-Hof

Empfang im Comite-Hof

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