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Blaskapelle Höhenkirchen-Siegertsbrunn e. V.
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1. Juli 2015

Klassiker und Filmmusik auf neuer Bühne

Kritik Merkur Sonnwendfest

Kritik Merkur Sonnwendfest

Siegertsbrunn – Enormen Zulauf erhielt das Sonnwendfest auf der Wiese bei der Wallfahrtskirche St. Leonhard, eine neue Bühne mit Tontechnik entsprach den Anforderungen der Blaskapelle Höhenkirchen-Siegertsbrunn.

Mit Kostproben aus Filmmusik stellte sich das von Konrad Sepp geleitete Nachwuchsblasorchester vor. Anschließend bot das Jugendblasorchester dem bierseligen Publikum Alpenländisches. Von Regina Kätzlmeier geleitet, unterschied es vom wohl aus Kärnten stammenden „Zottelmarsch“ die gemächliche Polka „Neukirchner Boarischen“ und die Polka „Da G’schwinde“. Ebenfalls von Sepp bearbeitet, schmeichelte der „Tiroler Brautwalzer“ dem Ohr.

Doch auch das träumerische Melos einer Gershwin-Auslese, so „Rhapsody in Blut“ und der scheinbar sorglose Filmsong „Nice work if you can get it“; glückte der jungen Mannschaft.

Wechsel zu Filmmusik. Da ermahnten Geisterreiter („Ghost Riders in Sky“) einen Cowboy, sein Leben zu ändern, um nicht auf ewig des Teufels Herde über den Himmel jagen zu müssen – das Tempo war toll. Beim Medley „The Best of Queen“ mit „We will rock you“ beginnend, ermunterte die Dirigentin mitzumitzu Der Rhythmus ging ins Blut. Effektvoll entfaltete das Jugendblasorchester Galaxien der „Star Wars Saga“, mit stampfendem Klang, gellenden Signalen der Trillerpfeife und bombastischem Marsch. Bei der Zugabe, „Blond and Swedish“, ließen einmal mehr Schlagzeuger aufhorchen.

Wogte die Menge am Sonnwendfest, so war Musik die Hauptsache. Fasziniert saßen nicht nur Kinder vor der Bühne. Laut Dirigent Bernhard Willer fieberte die Blaskapelle seit Wochen auf das OpenAir-Konzert hin.

Üppig mit Holz- und Blechbläsern besetzt, schreit Strauss‘ Tondichtung „Also sprach Zarathustra“ geradezu nach einer Bearbeitung für Sinfonische Blasorchester. So schloss Willer der strahlenden Eröffnungsfanfare eine RockVariation an. Zu Recht nannte er Elgar’s Marsch „Pomp and Circumstance“ einen Beitrag zum Besuch der Queen. Auf gefühlvollen Klang einigten sich Holz- und Blechbläser beim Gefangenenchor aus „Nabucco“. Hauptwerk war die Ouvertüre zur Operette „Leichte Kavallerie“, Ermutigung der Osterreicher im 1866er Krieg mit Preußen. Vom schweren Blech bis zu den Holzbläsern ließen die Musiker keinen Zweifel, dass Franz von Suppe hier mit der Oper liebäugelt. Brillant klangen Rhythmen von Marsch und Galopp sowie Polka und Csárdás. „Kadetten-Garde“ war der ursprüngliche Titel.

Zur Bigband wandelte sich die Blaskapelle bei jazziger Mission Impossible“, den Filmmusik-Querschnitt „Moment for Morricone“ gestaltete sie einmal mehr bombastisch.

ARNO PREISER

Münchner Merkur, 30. Juni 2015

 
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