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Blaskapelle Höhenkirchen-Siegertsbrunn e. V.
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17. Mai 2019

Wie ein Sechser im Lotto – ein neuer Probenraum! Und wie es früher war: ein Rückblick

Wie auf der Homepage im Beitrag vom 17. April zu lesen, überbrachte Florian Hahn MdB am 10. April die Nachricht, dass der Deutsche Bundestag der Gemeinde Höhenkirchen-Siegertsbrunn zur Ertüchtigung der Mehrzweckhalle einen Zuschuss von 1 Mio € aus einem speziellen Förderprogramm zugesagt hat. Diese sensationelle Neuigkeit erreichte die Blaskapelle unmittelbar vor den Frühjahrskonzerten.

Für die Blaskapelle ist dies vor allem so wichtig, weil sie einen aufwendigen Konzertsaal ablehnt. Denn die unmittelbare Nachbarschaft von Probenraum und Konzertbereich ist für die bei Konzerten erforderliche Logistik unabdingbar. Deshalb ging es aus Sicht der Blaskapelle immer nur darum, die Mehrzweckhalle zu ertüchtigen und mit Veranstaltungstechnik nachzurüsten. Dies kann mit den zugesagten Mitteln geschehen.

Vor allem soll die von der Blaskapelle favorisierte Lösung verwirklicht werden und die Halle im Süden unterirdisch um einen Probenraum für die Blaskapelle mit min. 150 qm und 5 Meter Höhe erweitert werden. Denkbar sind auch weitere Räume für Schule und Vereine.

Den derzeitigen Probenraum in der Sigoho-Marchwart-Schule bezog die Blaskapelle 1999 mit damals 40 Musikern. Seither ist deren Anzahl in einem beispiellosen Erfolgsprozess auf über 200 angewachsen, die in vier Orchestern spielen. Dicht gedrängt proben derzeit die Musiker auf nur 80 qm Nutzfläche und bei einer viel zu niedrigen Raumhöhe von nur 2,80 m (Foto: das Symphonische Blasorchester).

Platznot bei einer Probe des Symphonischen Blasorchesters

Platznot bei einer Probe des Symphonischen Blasorchesters

Deshalb ist die überraschende Wende und die Aussicht auf einen neuen Probenraum  für die Blaskapelle wie ein Sechser im Lotto.

Wo früher geprobt wurde – ein Rückblick

Im Arztzimmer

Als Hans Kremser 1980 die Blaskapelle ins Leben rief, fanden sich zehn Musiker zusammen, die im Mai mit gemeinsamen Proben begannen. Damals reichte das Arztzimmer in der Erich-Kästner-Schule, das vom damaligen Rektor Rudolf Stingl, dem von Beginn an treuen Helfer der Blaskapelle, gerne zur Verfügung gestellt wurde.

Im Werkraum

Als die Blaskapelle stetig wuchs, bot Rektor Stingl den Musikern im Werkraum der heutigen Erich-Kästner-Schule Unterschlupf. Mit der Anzahl der Musiker nahm auch die Zahl der Noten und Instrumente zu, die zu jeder Probe transportiert und vor und zwischen den Werkbänken aufgebaut werden mussten. Die Pauken waren damals in einem privaten Keller untergebracht, die Noten im Dachgeschoss.

Im Radlkeller

Wer weiß heute noch, dass im damaligen Neubau der Erich-Kästner-Schule, wo im Süden eine Treppe in den Keller führt, früher die Schüler ihre Fahrräder unterstellen mussten? Weil der Werkraum nicht mehr zur Verfügung stand, genehmigte die Gemeinde die Nutzung des ehemaligen Radlkellers. Ein eigener Dienst war verantwortlich, dass die Treppe immer gekehrt und im Winter vom Schnee befreit war.

Der ehemalige Radlkeller in der Erich-Kästner-Schule - Probenraum seit den 1980er Jahren bis 1998

Der ehemalige Radlkeller in der Erich-Kästner-Schule – Probenraum seit den 1980er Jahren bis 1998

Ein eigener Probenraum

Der Umzug in den Keller der neu erbauten Sigoho-Marchwart-Grundschule bedeutete einen entscheidenden Fortschritt. Das inzwischen umfangreiche Notenmaterial hatte Platz in vom damaligen Vorstand Karl Mayr gebauten Einbauschränken, die kleinen Nebenräume nahmen ein Büro, Instrumente, Kisten mit Notenständern u.v.a. auf. Stühle und Notenständer standen für die Proben schon bereit – heute selbstverständlich, damals ein unglaublicher Luxus!

So war es für die Musiker eine nur zu gern erfüllte Aufgabe, am 7. Januar 1999 die 316 Grundschüler samt Lehrerschaft und Gemeinderat mit klingendem Spiel von ihrer alten zur neuen Schule festlich-fröhlich zu geleiten.

 

 
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