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Blaskapelle Höhenkirchen-Siegertsbrunn e. V.
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10. März 2020

Wahlprüfsteine zur Raumsituation der Blaskapelle

Im Vorfeld der Kommunalwahl wurden alle vier Bürgermeisterkandidatinnen und -kandidaten eingeladen, den Probenraum der Blaskapelle während einer Probe zu besuchen. Alle vier Kandidatinnen und Kandidaten folgten dankenswerterweise der Einladung. Im Anschluss daran wurden sie gebeten, vier Fragen zu beantworten. Die Fragen wurden ebenfalls an die Allgemeine Freie Wählergemeinschaft gestellt.

1. Wie wichtig ist die Blaskapelle für die Gemeinde?

CSU/Roland Spingler: „Die Blaskapelle ist als bedeutender Klangkörper eine wesentliche Bereicherung unseres kulturellen und musikalischen Angebotes. Zudem ist sie mit ihrer Nachwuchsförderung ein erheblicher Bestandteil des Freizeitangebotes für Jugendliche in unserer Gemeinde.“

SPD/Mindy Konwitschny: „Unsere Blaskapelle ist eines der herausragenden Aushängeschilder unserer Gemeinde. Dies zeigt sich nur schon durch die vielen Auszeichnungen einzelner Musiker (Landes bzw. Bundesweit) aber auch der Blaskapelle an sich durch z.B. das Bayerische Staatsministerium. Des Weiteren leistet die Blaskapelle einen enorm großen Beitrag zur musikalischen Bildung in unserer Gemeinde. Dies spiegelt sich ebenfalls im hohen Niveau unserer Ensembles von Jugend bis Erwachsenen wider, die bis über die Ortsgrenzen bekannt sind. Für jeden Besucher sind eure Konzerte stets ein Genuss.“

Grüne/Karsten Voges: „Die Blaskapelle ist sehr wichtig für die Gemeinde. Die Blaskapelle bietet mit ihren Konzerten eine kulturelle Bereicherung für unsere Bürger. Als Lehrinstitution bietet Sie musikalische Ausbildung wie eine Musikschule – zu sehr günstigen Preisen. Und durch Ihre hervorragende Qualität und Bekanntheit steigert Sie auch die Bekanntheit und das Ansehen der Gemeinde selber. Diese Wichtigkeit wird durch eigene Proberäume seit 1999 auch von der Gemeinde unterstützt.“

Unabhängige Bürger/Andrea Hanisch: „Persönlich bin ich ein großer Fan der Blaskapelle und habe in den letzten 20 Jahren wohl kaum ein Konzert versäumt. Ich sehe die Blaskapelle als ein wesentliches kulturelles Aushängeschild und vor allen Dingen als kulturellen Botschafter, welcher weit über die Gemeindegrenzen hinaus Ansehen und Wertschätzung erfährt. Leider war es bislang politisch nicht gewollt, hier deutliche Zeichen zu setzen. Ich werde als Bürgermeisterin diese deutlichen Zeichen setzen, und mich dafür stark machen, die Gemeinde zu einem kulturellen Zentrum zu entwickeln. Betrifft dann, neben der Blaskapelle, alle Kunst- und Kulturschaffenden aus der Gemeinde.“

Allgemeine Freie Wählergemeinschaft: „Sehr wichtig, da sie einen wichtigen kulturellen Beitrag leistet musikalisch wie auch sozial im Bereich des Vereinslebens.“

 

2. Wie schätzen Sie die aktuelle Situation im Probenraum, besonders Raumgröße und Lautstärke, ein?

CSU/Roland Spingler: „Für die Blaskapelle, ihre Musiker und die Dirigenten ein unbefriedigender Zustand.“

SPD/Mindy Konwitschny: „Wie schon mitgeteilt, halte ich die Raumgröße für sehr beengt und die Lautstärke für äußerst grenzwertig.“

Grüne/Karsten Voges: „Der jetzige Probenraum hat das Wachstum der Blaskapelle ermöglicht. Mittlerweile ist der Raum deutlich zu klein und zu laut für alle beteiligten. Hier müssen wir einen größeren Raum finden. Hier werde ich mich für eine Lösung auch zusammen mit dem Leonhardi-Ensemble einsetzen.“

Unabhängige Bürger/Andrea Hanisch: „Es ist offensichtlich, dass der vorhandene Probenraum beengte Verhältnisse bietet und die ‚Lärmentwicklung‘ gewaltig ist. Die Blaskapelle hat sich seit der Zurverfügungstellung des Probenraumes personell vergrößert und weiterentwickelt und der Probenraum ist nicht mitgewachsen. Dass es hier eine Lösung braucht, liegt auf der Hand.“

Allgemeine Freie Wählergemeinschaft: „Die Situation muss nicht eingeschätzt werden, sie ist uns seit Jahren bekannt (Max Lachner).“

 

3. Beabsichtigen Sie, der Blaskapelle in der kommenden Amtsperiode neue, den Bedürfnissen angepasste, Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen? Wenn ja, wo und wie?

CSU/Roland Spingler: „Andere Räumlichkeiten sind derzeit nicht verfügbar, so dass hier nur ein Neubau Abhilfe schaffen kann. Dabei ist aber auch die Probensituation des Leonhardi-Ensembles zu berücksichtigen. Ich sehe zwei Varianten:

  1. Anbau an die Mehrzweckhalle mit entsprechendem Proberaum.
  2. Integration von Proberäumen im Zusammenhang mit dem Musiksaal im Erweiterungsbau des Gymnasiums. Auch da wäre dem verständlichen Wunsch der Blaskapelle, dass Proberaum und Aufführungssaal sich in räumlicher Nähe befinden, Rechnung getragen.“

SPD/Mindy Konwitschny: „Ja, ich werde mich mit voller Kraft dafür einsetzen, dass die Blaskapelle größere Räumlichkeiten bekommt. Am sinnvollsten erscheint mir, die Räumlichkeiten durch die Erweiterung der MZH an der Sigoho-Marchwart Grundschule zu schaffen. Damit könnten wohl am meisten Synergieeffekte für die Blaskapelle geschaffen werden. Sollten sich kurzzeitig bessere Möglichkeiten anbieten, bin ich immer offen für gute Vorschläge.“

Grüne/Karsten Voges: „Für die Blaskapelle, das musische Gymnasium und das Leonhardi-Ensemble muss es einen großen Veranstaltungsraum bei uns am Ort geben. Dieser Raum stärkt unserer Gemeinde und ein örtliches Kulturangebot. Auch bei den Proben muss es größere Räumlichkeiten geben. Dies muss man zusammen mit der Erweiterung des Gymnasiums angehen und gleich mehr Platz mit einplanen. Dadurch gewinnt nicht nur unsere Gemeinde, sondern auch die SchülerInnen und die umliegenden Gemeinden, die auch keine solche Räumlichkeiten haben. Höhenkirchen-Siegertsbrunn ist auch hier ein Zentrum.“

Unabhängige Bürger/Andrea Hanisch: „Der Druck, den ich aus dieser Fragestellung herauslese und die Besichtigung vor Ort machen mir klar, dass es eine baldige Lösung braucht. Dazu braucht es den ‚politischen Willen‘. Und den habe ich. Sowohl der Anbau an die MZH ist eine Möglichkeit als auch der Kontext mit dem Gymnasium- immerhin ist es ein Bildungsstandort mit musischem Zweig. Bislang hatten Interventionen meinerseits kein Gehör gefunden. Als Bgmin. und dann Mitglied im ZV Weiterführende Schulen werde ich stark dafür plädieren, ein größeres Raumkonzept für die Musiktreibenden einzuplanen. Dieses geht dann wahrscheinlich auf Kosten des gemeindlichen Haushaltes. Ich hoffe, dass oben angeführte Vorschläge kurzfristig zu einer Entspannung der Situation führen. Langfristig denke ich an ein Bürger- und Begegnungshaus mit Veranstaltungsraum und großer Bühne, ausreichend Bühnentechnik und Probenräumen für unterschiedliche Bedarfe. Die Gemeinde ist groß genug und das Einzugsgebiet für an Kultur interessierte Menschen auch. Wahrscheinlich im Kontext Rathaus-Neubau.“

Allgemeine Freie Wählergemeinschaft: „Diese Absicht wurde bereits in der jetzigen Amtsperiode und wird auch in der kommenden verfolgt werden. Uns ist wichtig hier eine maximale Förderung aus möglichen „verschiedenen Finanz-Töpfen“ zu erzielen um die Gemeindekasse nicht unnötig zu belasten. Eine Umsetzung sehen wir in der bereits avisierten Erweiterung der MZH. Auch eine Erweiterung der Sigoho-Marchwart-Grundschule nach Süden um einen „Raum-Block“ und den neu entstehenden Kellerräumen wäre denkbar.“

 

4. Wenn ja, wie stellen Sie sich die (finanzielle) Beteiligung der Blaskapelle hierbei vor?

CSU/Roland Spingler: „Diese Frage kann ohne Kenntnis der Finanzen der Blaskapelle nicht fundiert beantwortet werden. Hier werden Vorschläge Ihrerseits erwartet. So bleibt nur folgende Vermutung: Im Hinblick auf die erheblichen Gesamtkosten der unter Ziff. 3 aufgeführten Lösungen kann ich mir eine finanzielle Beteiligung allenfalls an der Ausstattung des Proberaums vorstellen.“

SPD/Mindy Konwitschny: „Die Blaskapelle soll von Beginn an in die Planungen miteinbezogen werden. Finanziell hoffe ich, dass die Blaskapelle einen großen Spenden-bzw. Sponsorenaufruf startet und Rücklagen anlegt. Das dies erst geschehen kann, wenn die Gemeinde das Endgültige Okay durch dementsprechende Beschlüsse gegeben hat, ist mir klar. Über die Höhe lässt sich schlecht schon jetzt sprechen, da die Kosten erst klar ermittelt werden müssen.“

Grüne/Karsten Voges: „Bei den Kosten eines gemeinschaftlichen Raumes ist eine Beteiligung nicht sinnvoll, sondern eher bei den Proberäumen, Umbaumaßnahmen oder einmaligen Kostenpunkten.“

Unabhängige Bürger/Andrea Hanisch: „Diese Frage ist rhetorisch und kann ich an dieser Stelle nicht beantworten. Hierzu muss ein realisierbares Konzept und die damit verbundene Kostenplanung auf den Tisch, dann können wir über finanzielle Beteiligung sprechen.“

Allgemeine Freie Wählergemeinschaft: „Die Gemeinde wird die Infrastruktur (Räume, Haustechnik) erstellen. Weitere („mögliche?“) Investitionen sollten zum Zeitpunkt der Realisierung besprochen werden, daraus ergibt sich ein Anteil der Selbstbeteiligung der BKHS. Generell soll noch erinnert werden, dass die Pflichtaufgaben der Gemeinde Vorrang haben.“

 
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