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Blaskapelle Höhenkirchen-Siegertsbrunn e. V.
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Münchner Merkur, 11. April 2017

Frühjahrskonzert der Blaskapelle Höhenkirchen-Siegertsbrunn

„Wein, Weib und Gesang“ erfreuen ein großes Publikum

Konzertkritik im Münchner Merkur, 11. April 2017

Konzertkritik im Münchner Merkur, 11. April 2017

Ein Publikumsmagnet ist das Frühjahrskonzert der Blaskapelle Höhenkirchen. Auch diesmal war die Mehrzweckhalle in Höhenkirchen an beiden Abenden voll besetzt. Vier Sänger, drei Dirigenten und vier Orchester verbanden das „Wein, Weib und Gesang“ – das Motto der Operettengala – mit dem Luther-Jahr. Beifall und Bravorufe für alle Mitwirkenden hielten am Endes des beschwingten Abends lange an.

Höhenkirchen – Die Verse „Wer nicht liebt Wein, Weib und Gesang, der bleibt ein Narr ein Leben lang“. von Luther auf der Wartburg verfasst, komponierte Johann Strauß als Walzer für Männerchor und Orchester. Das 35. Frühjahrskonzert der Blaskapelle Höhenkirchen-Siegertsbrunn in der Mehrzweckhalle – zweimal voll besetzt – verband das Motto Operettengala mit dem Luther-Jahr.

Bei Ausschnitten der „Fledermaus“ griff Bernhard Willer mit dem Symphonischen Blasorchester voll ins Gold, wozu die in allen Teilen effektvoll vorgeführte Ouvertüre sowie Duett, Terzett und Couplets gehörten. Zur Polka „Unter Donner und Blitz“ hätte der ursprüngliche Titel des Walzerkönigs, nämlich „Sternschnuppe“, besser gepasst – so schnell zog sie vorbei. In rasanter Szenenfolge ergänzten sich die Soprane, die US-Amerikanerin Julia Moorman und die Chinesin Ciaoyi Lai, der Tenor Eberhard Francesco Lorenz und der Bass-Bariton Peter Kellner.

Nach der Pause beleuchtete Sonja Weese mit dem Jugendblasorchester das Umfeld des Walzerkönigs. Da wirkte die Ouvertüre zu Franz von Suppés Operette „Leichte Kavallerie“ zunächst wie schweres Geschätz, später entpuppte sie sich als beschwingt. In der Operette „Prinz Methusalem“ wiederum ließ Johann Strauß einen Banditen die Melodien anstimmen, weshalb er diese Schnellpolka mit dem Titel „Sapiristi“ den „Banditen-Galopp“ versah. Mit diesem flotten Tanz endete die Auslese.

Mit dem Großen Blasorchester bot Sepp beim Finale den Solisten Gelegenheit zur Expressivität. „Frisch und wohlgemut, das liegt in unserem Blut“, das sangen einst Soldaten und Marketenderinnen beim Einzugsmarsch in der Operette „Der Zigeunerbaron“. In der Mehrzweckhalle folgte dem Bläserstück der Bass-Bariton und unterstrich mit lebhaften Gesten sein gewichtiges Bekenntnis vom Schreiben und Lesen, dass nie sein Fach gewesen.

Zu sehnsuchtsvollen Ausdruck steigerte Julia Moorman ihren leuchtenden Sopran beim Lied der Vilja aus Lehárs Operette „Die lustige Witwe“. Nun bewährte sich bei der Polka francaise „Feuerfest“ von Josef Strauss der Amboss, dann ließen der chinesische Sopran des Lied „Im Salon zur blau’n Pagode“ (Land des Lächelns) erblühen und der Tenor „Dein ist kein ganzes Herz“. Beifall und Bravorufe des Publikums hielten lange an.

Arno Preiser

 
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